Mein Mitbewohner kocht wirklich, aber die Geschirr bleibt liegen und er räumt die gemeinschaftlichen Bereiche nicht auf. Es scheint, als würde er in seiner eigenen Welt leben. Ehrlich gesagt vermisse ich das Leben mit meiner Familie, weil ich wegen dieser Situation sehr gestresst bin. Ich habe Angst, dass er sich angegriffen fühlt, wenn ich darüber spreche. Was würden Sie empfehlen?
Ich habe damals das Gleiche erlebt. Mein Mitbewohner hat selbst den Boden im Badezimmer, in dem er Dusche genommen hat, nicht sauber hinterlassen. Zuerst wollte ich es etwas subtiler ansprechen, aber ich habe gemerkt, dass es nichts brachte, also habe ich es ihm direkt ins Gesicht gesagt, und das hat geholfen. Man muss es auch ansprechen, denn sonst ändert sich nichts.
Sprich direkt und klar. Es ist nicht unbedingt beschuldigend, aber du musst eine deutliche Sprache verwenden. Zum Beispiel könntest du sagen: ‘Wenn die Gemeinschaftsbereiche nicht sauber sind, fühle ich mich unwohl. Lass uns gemeinsam eine Lösung finden.’
Vielleicht strebst du auch ein bisschen zu sehr nach Perfektion? Du hast gesagt, dass du gerade kochst, aber das Geschirr ist ja nicht etwas, das sofort gewaschen werden muss; vielleicht wartet es einfach geduldig auf seinen Turn. Wohngemeinschaften erfordern auch ein bisschen Flexibilität.
Wie denkst du, würde er reagieren, wenn du mal anspielend etwas dazu sagst? Hast du schon mal sowas gesagt wie: ‘Wenn man zu viel Geschirr hat, läuft die Spülmaschine über’?
Ich möchte auch hinzufügen, dass er eigentlich manchmal auch etwas kocht, also kann ich nicht sagen, dass er überhaupt nichts macht. Aber direkt mit dem Putzen fängt er nie an, und wie gesagt, ich habe Angst, dass ich etwas sage.
Hey, ich würde auch sofort in den direkten DM-Modus schalten. Ich würde als Scherz etwas zum Thema “Reinigungswoche” in WhatsApp posten, und dann würden wir das entsprechend klären. Sehr offene Gespräche machen mich ehrlich gesagt immer unruhig.