Ich hatte Probleme wegen meinem spät einziehenden Mitbewohner.

Und wie sieht es aus, stören nächtliche Verspätungen zum Beispiel direkt deinen Tagesablauf? Wirst du morgens beim Schlafen oder im Arbeitsrhythmus gestört? Oder liegt das eigentliche Problem darin, das Gefühl zu haben, dass etwas nicht “geteilt” wird? Denn wenn es sich komplett von einem Thema des “unseren Regel” zu einem Thema des “meinen Bereichs” verschiebt, sollte das auf einer anderen Ebene besprochen werden.

Vielleicht liegt das Problem hier weniger darin, dass du nachts nach Hause kommst, sondern vielmehr darin, dass dieses Verhalten bei dir als “Mangel an Respekt” wahrgenommen wird? Also das Gefühl, dass eine bestimmte Ordnung nicht anerkannt wird. Vielleicht stört dich weniger die praktische Seite des Themas, sondern mehr die darunter liegende Bedeutung.

Ich denke, die eigentliche Frage ist: Würdest du die gleiche Unruhe empfinden, wenn er nicht spät nach Hause käme, aber die anderen gemeinsamen Regeln nach Belieben dehnen würde? Oder ist diese Situation nur auf das späte Nachhausekommen beschränkt, eine besondere Unannehmlichkeit? Wenn es bei der ganzen Angelegenheit nur um die Uhrzeiten geht, erscheint mir das eher wie eine zu spezifische Reaktion.

Ich habe mich gefragt, ob du, so wie du dir Gedanken über das Thema zu spät nach Hause kommen machst, vielleicht auch nicht zu einer anderen Gewohnheit von ihm passt? Oder ist es möglich, dass er innerlich auch mit anderen Dingen unzufrieden ist, es aber nicht ausspricht? Geht ihr ausgewogen miteinander um, während ihr dieses Haus teilt, oder werden nur deine Unannehmlichkeiten besprochen?